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Biografisches Schreiben online

Neue Kurse ab September 21

Ab September 2021 wird wieder Biografisches Schreiben von Laura Marahrens angeboten.

 

Die Möglichkeit, online von Zuhause zu schreiben, wird erneut ab dem 13.09.2021 angeboten. Alle Informationen zu diesem Online-Angebot erhalten Sie hier.

Haben Sie weitere Fragen und Anregungen zum Biografischen und Kreativen Schreiben oder zur Biografiearbeit der Freien Altenarbeit Göttingen e.V.? Dann schreiben Sie gerne eine Mail an l.marahrens@f-a-g.de oder schauen in das neue Veranstaltungsprogramm BiBer 2021-2022.

Texte 

  • Die erste Schreibaufgabe kam per Mail, also per Post
 
Auch die elektronische Post hat Vorbilder. Oder warum heißt das Postfach für die Mails Postfach? Oder man liest "SIE HABEN POST" ... und dann ist es Werbung und landet im Spam (oder auch nicht, wie in diesem speziellen Fall). Schade eigentlich, dass ungebetene Briefe nicht automatisch im digitalen Mülleimer landen und mit einem Klick ... weg, sondern nur ein POSTWENDEND zur Abwehr bleibt. Man könnte auf weitere Ähnlichkeiten stoßen, man könnte vereinfachen / erschweren, man könnte auch Briefkasten zum digitalen Postfach sagen, aber das auf Effizienz ausgelegte Internet spart sich die 3. Silbe und es fährt kein POSTAUTO vor oder versperrt gar die Straße. Es erklingen keine Posthörner mehr und auch die Reiter sind lange vergessen. Leider weiß auch so manches Kind nicht mehr, wie ein Briefumschlag beschriftet wird. Wie wird es dann erst fragend gucken, wenn die Oma von Feldpost berichtet, DER POST VON DRÜBEN oder von der Flaschenpost, die eine Antwort erfuhr. Die GUMMIBÄRCHEN PER POST dürften dem Kind dagegen bekannt sein und auch der Weg, eine SMS zu verfassen - die neue Post von heute ... hat eine andere Energie. Kein Schlangestehen vorm Postschalter, keine sauber Handschrift mehr nötig. Die BEDEUTUNG DER POST wird deutlich, wenn sie sich verändert oder mit Muße in Kisten voller LEBENSGESCHICHTE IN BRIEFEN gelesen wird. Briefe von geliebten Menschen, zerrissene Briefe oder die Lebensgeschichte der Freundin finden sich da. Was macht man damit? Es können Schätze darunter sein und Geschichten wie die VOM SCHWARZEN MONSTER oder auch ein alter Aufsatz über das Briefeschreiben. Tja, was machen mit den ALTEN BRIEFEN der Verstorbenen? Darf man sie lesen? Darf man sie wegtun? Wer lenkt diese Auswahl? 
 
  • Die zweite Schreibaufgabe kommt per Mail und wird geschrieben ... vielleicht in's Schulheft
 
DAS SCHÖNSTE ALLER HEFTE ist oftmals nicht das eigene und auch kein Schulheft. Letzteres ist in der Erinnerung meistens blau und mit beschmutztem Schutzumschlag. Und trotzdem, jedem Anfang wohnt ein ZAUBER inne und hält für die erste Seite wie DIE GUTEN VORSÄTZE jetzt ganz ordentlich zu schreiben. Das würde die Leherin auch freuen, die das Heft zur Korrektur bekommt. Beide entziffern hinterher eine fremde Handschrift - eine in Textform auf den Linien und eine auf dem rechten Rand in rot - und versuchen zu verstehen, das Geschriebene, die Bewertung und die Person mit dem Stift. Was bleibt davon? HEFTE ... auch in rot, also mit Kästchen. Für Mathe? Es soll ja Menschen geben, die gerne auf Kästchenpapier schreiben, und andere lieben die Freiheit von Blankoheften und "zwar schon immer", wie schon das HEFT VON 1957 belegt. Und dann gibt es da die Hefte, die für Tagebücher genutzt werden oder DAS HEFTCHEN, eine Art Brieffreundschaft zweier Schulfreundinnen in Heften verewigt.    

 

  • Einen Orden der dritten Schreibaufgabe: Helden und Heldinnen der Kindheit

 

Was soll denn das sein? Der Held? Die Heldin - noch seltener? Vielleicht die Soldaten deren Namen auf den Kriegsdenkmälern stehen? ALTE HELDEN. UND NEUE? Pipi Landstrumpf könnte genannt werden oder Musikgruppen wie PUR. Aber die nur heimlich, denn eigentlich will man doch echte Helden, solche zum Anfassen wie die GROßEN BRÜDER, die einen inspirieren, ver- und fürsorgen und aus dem Wasser ziehen zur Not. Das hätte DER OFFIZIELLE HELD mit Stalins Gesicht auch gebraucht - jemanden, der vor Tauwetter schützt. Aber das kleine Mädchen wusste gar nicht viel über diesen Helden. Die Eltern und Lehrer hätten bestimmt auch nur eingeschränkt aufgeklärt. Dabei können Lehrer und Leherinnen zu richtigen Helden und Heldinnen werden. Da werden Lieder erfunden und gesungen von den FANS DER LEHRERIN. Und eine Kinderfahrradtour zu ihr nach Hause wird auch unternommen, um etwas mehr über die Heldin zu erfahren. Manchmal fallen die Helden und Heldinnen aber auch von dem Sockel, auf den wir sie gestellt haben. Manchmal ist es auch DIE SCHWESTER

 

  • Durch eine Spontanbegegnung war da plötzlich das Thema der 4. Schreibaufgabe

 

Kennt ihr das? Ihr habt eine Mitfahrgelegenheit gebucht oder den Daumen raus gehalten und steigt bei einer fremden Person ins Auto und dann stimmt irgendwie die Chemie und man ertappt sich dabei, wie man seine intimsten Geheimnisse ausplaudert. Oder anders herum und der Fahrer erzählt und ihr erfahrt von DEM MÖRDER. Die meisten dieser Begegnungen sind ein Aufeinandertreffen mit FREMDEN. Ob man sich mag oder nicht, die Zeit ist begrenzt und man hat keine Verpflichtungen an die andere Person. Das kann etwas anstoßen: WISSENSTRANSFER geschieht oft und manchmal wird auch etwas Großes eingeleitet, eine Entscheidung wie die Berufswahl. Aber das muss nicht. Es reicht auch SPONTANE SYMPATHIE. Ein nettes Gespräch im Zug, ein Hund, der sich gern auf fremde Füße setzt. Ob da mehr draus wird? Muss nicht. 

 

  • Das Thema der 5. Schreibaufgabe ist ein Glücksbringer

 

Gibt es eine Zeit für Glücksbringer? Ist es ein bestimmtes Alter? Brauchen wir besonders viel Glauben oder Aberglauben gar? Wenn die Not zu groß ist, sehen wir das an der Übermacht produzierter Schutzengel, Glücksschweinen und Schornsteinfegern im Kleeblattdjungel. Und trotzdem hat da jemand an mich gedacht. Ich weiß es durch den selbstgebastelten Glückbringer der Enkel. Daran kann man sich festhalten. Aber MIT DER ZEIT ändern sich auch die Glückbringer und wandeln sich von Gegenständen zu Tätigkeiten oder werden sehr privat: Gegenstände wie DIE ZWEI MÜNZEN, die eine eigene Geschichte haben. Der Glaube an Glücksbringer kann auch eine Lebenseinstelung sein: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Und obwohl der Arm gebrochen ist, GLÜCK GEHABT hat sie trotzdem und was man nicht alles machen kann mit einem Arm?!   

 

Zu(oom)hause schreiben II

...noch immer keine Präsenzveranstaltungen!! Aber dafür ein neuer Online-Schreibkurs der Freien Altenarbeit von Laura Marahrens angeleitet und vielen fantastischen schreibenden Personen mit Inhalt gefüllt.

 

Texte 

  • Das erste Thema soll uns in Hochstimmung versetzen und deshalb beschäftigt es sich mit Hochzeiten

 

Jeder Mensch hat wohl eine ganz eigene Vorstellung von seiner oder einer anderen Hochzeit. Oder eine Anzahl von Hochzeiten - vielleicht sogar VIER, aber erfüllt von Liebe. Als Kinder denken wir oft an die MÄRCHENHOCHZEIT und feiern dann doch nicht im weißen Kleid, aber trotzdem genau so, wie es zu uns passt. Und manchmal wird aus der Mussehe auch eine KRACHER-HOCHZEIT. Im Nachhinein ist eine Hochzeit - trotz kurzem O - oft auch eine Hochzeit - mit langem O - und VOLLER SCHÖNER MOMENTE und durchleuchtet von sommerlicher Wärme und kurzen Kleidern - eine TRAUMHOCHZEIT also. Auch wenn man nicht selber heiratet und nur HOCHZEITSGAST ist, die kleinen Besonderheiten, DAS ACCESSOIRE, wie der Brautstrauß vom Mann spontan geschnitten, sind die Momente, die hervorstechen, bezaubern und zu Tränen rühren. Sie bleiben in Erinnerung oder werden fixiert als HOCHZEITSFOTOSAMMLUNG im heimischen Wohnzimmer.

 

  • Im zweiten Thema werden die Gärten angeschrieben, erinnert, beackert und gewürdigt

 

Wer jetzt einen Garten hat ist ein Glückspilz. Die Sonnenliegen sind ausverkauft, die Parzellen der Schrebergärten hochumworben und überhaupt herrscht überall Gartenfreude - vor allem IM MAI. Es ist ein wildes Wachsen und ewiges Kümmern... ja ja, man hat so seine Not mit diesem STIEFGARTEN. Viel mehr bekommt man aber zurück: SCHNAPPSCHÜSSE aus vergangen Gartenzeiten und jede Menge Obst und Gemüse. Und wenn man die Entwicklung VOM KLEINGARTEN ZUM GROßGARTEN betrachtet, lernt man wie wichtig es ist "auch mal Fünfe gerade sein zu lassen". Sie sind dem PARADIES sehr nahe diese GÄRTEN MEINES LEBENS. So verschieden sie auch sind, sie spiegeln wider, wer in ihnen werkelt, waltet und wütet. Da muss man manchmal auf den persischen Teppich gehen und GARTENEMPFINDUNGEN nachspühren.

 

  • Das dritte Thema tragen wir manchmal auf dem Kopf mit einer Kopfbedeckung

 

Was kommt uns in den Sinn, wenn wir das Wort Kopfbedeckung hören? Immer wieder Hüte, aber die in einer anderen Zeit und meistens am VATER, weniger Mutter, selten beim Kind. Die Mütter trugen Kopftücher oder Regenhauben aus Plastik, um die Frisur zu schonen. Die Frauen haben DIE KOPFTUCHHOHEIT gegenüber den Männern. Am Hut erkennt man, wer ein Herr und wer ein Kerl war. Wie gesagt, eine andere Zeit. Die KOPFBEDECKUNGEN MEINER FAMILIE geben darüber Auskunft. Die alten Herren tragen Hüte und vererben sie und anderes ... manchmal. GROß MIT HUT bleiben sie in Erinnerung. Und dann öffnen wir die Schranktür und halten Vergessenes, wie den BRAUTSCHLEIER oder Papas hässliche Pudelmütze in den Händen. Und dann? Dann besinnen wir uns auf das Wesentliche und stellen fest: wir sind in den meisten Fällen und ÜBERHAUPT GUT BEHÜTET

 

  •  Das vierte Thema wurde gesetzt. Da gab es nur in den Geschichten was zum Handeln und Hökern

 

Kein einfaches Thema, dieses Handeln und Hökern und in vielen Geschichte blitzt Fremdschämen und HANDLUNGSUNFÄHIGKEIT auf, aber auch Stolz auf echte Schnäppchen und ehrliche WERTSCHÄTZUNG. Wobei der Weg zum eigenen Wert steinig aber wertvoll ist - ist das verhandelbar? DIE SINTI UND ROMA haben ihre ganz eigene Geschichte mit dem Handel und ihr Wert wurde ihnen systematisch aberkannt. Was tut man, wenn Vorurteile größer sind, wenn der Handel nicht mehr Hökern sondern Klauen bedeutet? Dann ist verschenken schon eine große Leistung. Tauschen wäre einfacher, aber dafür muss man Etwas zum Tauschen haben, womit wir zu der SAMMELLEIDENSCHAFT kommen. Und bei so einem Thema denkt auch jeder an Kaffeefahrten und TEPPICHHANDEL, der meistens genauso verläuft, wie man sich das vorstellt. Schönheit und Autonomie haben halt auch ihren Preis.

 

  •  Über das fünfte Thema lässt sich streiten - aber nur aus Kindersicht

 

Kinder streiten anders. Sie probieren Gefühle, behaupten sich, sind ungerecht, überbordend und schnell wieder versöhnt. Aber wie ist das, wenn wir uns einmischen und EIFERSUCHT VERBOTEN an Geschwisterherzen hängen? Kommunikationstheoretiker*innen hätten dazu ein reiches Sammelsurium an Ratschlägen. STREITEN IST MENSCHLICH! Trotzdem: LIEBER STREITEN als gar kein Streit. Und als Kinder konnten wir es noch: richtig laut, fies und unsachlich streiten, genüßlich raushauen, was mich schon immer nervt ... und trotzdem, da ist auch eine Hemmschwelle - zum Glück - und die meisten Geschwister sind doch sehr froh sich zu haben und auch VEREINT IM STREIT. Aber streitende Kinder können schon ganz schön anstrengend werden - und dann erst SIEBEN IM HOLBORNSCHEN HAUS - auf 16 Quadratmetern ist das eine Herausforderung und als DIE KLEINE hat man eine andere Ausgangsbasis.  

 

  •  Die letzte Schreibaufgabe widmet sich dem Wald

Wann denken wir mal wirklich über den Wald nach? Was bedeutet er für uns? EINE WALDBIOGRAFIE kann überraschende Erkenntnisse zu Tage fördern. Da wird zum Beispiel festgestellt: "Ich habe mein Leben lang in der Nähe eines Waldes gewohnt, das wusste ich gar nicht". Wenn wir an WALD denken, werden viele Assoziationen geweckt, Gerüche, Geräusche und viele Erinnerungen. Er ist geheimnissvoll und märchenhaft. In der VORSTELLUNG manchen Kindes erschien der Wald wie die Illustrationen in dem Jugendstil Märchenbuch des Vaters. Wer weiß, vielleicht waren die Wälder der Welt einmal genau so und der Jugendstil träumt dem nach.

 

Zu(oom) hause schreiben

Die Zeiten ohne Präsenzveranstaltungen ziehen sich leider in die Länge. Umso besser, dass Laura Marahrens in der Freien Altenarbeit Göttingen e.V. einen weiteren Online-Schreibkurs anbietet.

Zu(oom) hause schreiben beinhaltet sechs regelmäßige Zoom-Konferenzen, an denen man teilnehmen, schreiben und vorlesen kann oder sechs biografische Schreibaufgaben, die Zuhause mit Zeit und Muße in Geschichten verwandelt werden können. Sie werden hier zu lesen sein!

Der Kurs beginnt am 19.01.2021 und geht bis Ende März 2021. Hier finden Sie nähere Informationen zur Teilnahme!

 

Texte

 

  • Die erste Schreibaufgabe ergibt sich aus dem gemeinsamen Erinnern der zoomenden Teilnehmer*innen zum Thema: Besteck und Tischmanieren 

 

Ein kleines Thema eigentlich, dieses Besteck, das da AUFGEGABELT wurde. Was soll ich schon über Gabeln, Messer und Löffel schreiben? Einigen fällt sofort der BÄRCHENLÖFFEL aus der Kindheit ein und DIE SCHARFEN KINDERMESSER, die Bettdecken aufschlitzen konnten. Und dann kam das gute Silber auf's Erinnerungstablett und mit ihm die Manieren bei Tisch und Sprüche, die durch unsere Familien geistern. Kennt ihr den noch: "WAS AUF DEN TISCH KOMMT, WIRD GEGESSEN"? Damit gehen lauter Regeln einher, die man bei Tisch nicht tut. Aber wer kann dann noch genießen? GEHÖREN ZUM GENUSS GUTE TISCHMANIEREN? Wenn Bestecke angeordnet werden wie Soldaten und man zum Auszug das ganz eigene Silber überreicht bekommt, dann braucht's EINE BEFREIUNG. "Nie wieder Silberbesteck", hört man einige Stimmen rufen. Und trotzdem, gar nicht uninteressant, was DER SILBERLÖFFEL ERZÄHLT. Und reimen kann er auch noch. Dann doch lieber die Hände nehmen wie IN MAURITANIEN.  

 

  • Nach so viel Besteck beschäftigt sich die zweite Schreibaufgabe mit dem, was wir damit bearbeiten: Brot 

 

Das Thema Brot bingt automatisch auch das Backen mit, das in den Dörfern in extra Backhäusern oder in der Bauernhofküche geschah. Manchmal reichen die Eindrücke eines Maisbrotes, in der kalten Bauernhofküche gebacken, so lange, dass man es noch eine Weile weiterzelebriert und DIE REZEPTE TEILT. Aber das ist ja auch gut so. JEDES BROT HAT SEINE ZEIT sowohl in der Erinnerung an ganz bestimmte Brote als auch in der Entwicklung des Sauerteiges. Das heutige Brot in seiner Vielfalt ist anders als DAS BROT DER KINDHEIT, aber die gute alte Stulle gibt es immer noch - nur wird sie jetzt vermarktet! Die meisten Menschen konsumieren Brot nur und denken selten an dieses Grundnahrungsmittel, dabei ist es in so vielen Sprichwörtern, Glaubensätzen und Bibeltexten enthalten. TEXTE ÜBER BROT sind nicht nur hilfreich, dem Brot zur Geltung zu verhelfen, sondern auch über das eigene Schreiben zu reflektieren. Schön ist es, die Kinder zu beobachten, wie sie ihr Brot mit SCHOKOSTREUSELN UND TRAUBENZUCKER dekorieren! Und was bei Kindern immer geht, ist ZWIEBACK UND DAS BROT VON OMA, manchmal noch bis ins Erwachsenenleben hinein - mit zunehmender Heilwirkung. In der Nachkriegszeit wird es als ECHTES BROT erinnert, weil es kein Ersatz für ein anderes Nahrungsmittel war, kein Mukkefukk für Kaffee, sondern Brot, das krümelt und trocken wird und pikst, wenn es im Bett gegessen wird.   

 

  • Die dritte Schreibaufgabe fällt zu den Vorgängern aus dem Rahmen durch ihre Uniform

 

Uniform bedeutet ein- und gleichförmig und weckt nicht selten Erinnerungen, die eher Abwehr erzeugen. Es ist die UNIFORMIERTE STAATSGEWALT, die Schwarzgewandeten mit dem eisigen Blick und die FLUGHAFENKONTROLLEN, die sich da ins Gehirn drängen. Es gibt eine INNERE UND ÄUßERE UNIFORM! Und dann ist da DIE KLUFT der Frauen und Mädchen im Nationalsozialismus, die nicht nur Kleidung ist, sondern auch eine Kluft zwischen etwas und jemanden zieht. Und heute? Können wir uns wirklich "frei" die Frage nach der UNI- ODER ANTIFORM stellen - wer will schon ausgeschlossen werden? Wenn man genauer hinschaut, eröffnet sich einem aber auch ein SAMMELSURIUM BUNTER GESTALTEN in Uniform oder im Protest dagegen - und damit doch auch dabei und zusammen in der Dagegengruppe und irgendwie wieder uniform.

 

  • We present you the third topic to write about: Fremdsprache 

 

Der erste Gedanke zum Thema Fremdsprache ist der Sprachunterricht in der Schule. Welche Sprache da nun im Einzelnen gelernt wurde, ist individuell verschieden. In dem Thema steckt aber vor allem die "Sprache". Was bedeutet MUTTERSPRACHE, was Fremdsprache? Wann ist eine Sprache nicht mehr fremd - erst wenn man beginnt in ihr zu träumen? Sind Baby-, Informatiker- und Juristensprachen und Oma und Opas Plattdeutsch auch als Fremdsprache zu verstehen ... nicht zu verstehen? Sind Slang oder Jugendsprache EINFACHDEUTSCH ODER SCHWER? Fragen über Fragen und ganz am Anfang stand das Wort und Pfingsten mit dem Sprachwunder wird auch erwähnt. Herrje, einfach nicht sprechen und eine SPRACHBIOGRAFIE schreiben oder die Sprache zu einem kommen lassen wie SCHÄTZE AUS CHINA. Was aber soll man tun, wenn man in ein neues Land flüchtet, Schutz sucht und konfrontiert wird mit diesem vor Konsonanten strotzenden, harten DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE?

 

  • Zur fünften Schreibaufgabe kann jeder etwas beitragen und sei es der eigene Name 

 

Jeder fragt sich einmal, wie man zu dem eigenen Namen gekommen ist? Vor- und / oder Nachname, beides wird mindestens einmal nach der Bedeutung, dem Klang oder der Familiengeschichte hinterfragt, gekostet und durchsucht. Was bedeutet MEIN NAME fragt sich der kleine Schwan, während diejenige, die NICHT BRIGITTE heißen musste, der Ullstein Schnitte ewig dankbar ist. DER STERN, der dem Vater so leuchtende Momente bescherte, entscheidet sich bewusst für einen Doppelnamen, um die weibliche Linie zu ehren. Der KLINGENDE NAME von Gisela ist bequem wie ein Schuh und so schön, wie die Kette der Oma. Und außerdem auch besonders. Den Namen GISELA gibt es nicht so oft, (außer in diesem Schreibkurs). Aber wie geht das eigentlich mit dem Namen? Ist man die Person, die so genannt wird von Anfang an mit allen Bedeutungen, Beweggründen und Empfindungen, die in den Namen gegeben wurden, oder wird man die Person mit diesem Namen und kreiert neue Bedeutung und 5 NAMENS-ELFCHEN (rund um eine Nanni)? Und wer verliebt sich, nur auf Grund eines Namens? Ist der richtige MÄNNERNAME ein Garant für eine lange und glücklich Beziehung oder kommt der Hund mit dem Weltenzerstörer-Namen dazwischen? 


  • Der Kurs endet mit einem Blick in die Sterne

 

Unter dem weiten Sternenzelt auf dem Rücken auf der Wiese liegend sehen manche Menschen STERNSCHNUPPEN - mit Glück - und werden DEMÜTIG VOR DER UNENDLICHKEIT, aber auch sicher als kleiner Teil eines großen Ganzen. Einige erleben dichterische STERNSTUNDEN MIT DEM ENKEL und wieder andere verfassen eine BEZIEHUNGSGESCHICHTE IN STERNEN - auch wenn letztere keine Liebeserklärung zur Kirche darstellt. Sterne sind unerreichbar, nur mit dem Sehsinn zu erfahren und trotzdem können sie ganz nah sein, EIN KLEINES STERNCHEN für einen geliebten Menschen. ÜBER DER WÜSTE allerdings sind sie ganz weit und alles umfassend. Erkenne dort 'mal den einzelnen Stern - wobei eingie ÜBERALL NUR DIE VENUS sehen können.

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Seite aktualisiert am 12.08.2016