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Spontanes Projekt

Zuhause schreiben

Am 21.09.2020 ist parallel zu zwei "analogen" Kursen im biografischen Schreiben der dritte digitale Schreibkurs gestartet. Hier finden Sie näher Informationen zur Teilnahme!                 

Interessant hierbei ist nicht nur die Parallelität der Kurse, sondern auch der sechs Schreibaufgaben, die gegeben werden. Damit schreiben viele Menschen doch auch irgendwie gemeinsam und bringen ihre eigenen, persönlichen Geschichten in die Themen ein.

Im Februar 2021 werden hoffentlich viele dieser Geschichten auf der Lesung "Erinnerung, Kreativität und Kunst" in der Freien Altenarbeit Göttingen e.V. gelesen werden und zu hören sein. 

 

Texte

  • Unter Corona-Bedingungen werden alle kontaktnahen Begrüßungen schwer! Über dieses Thema reflektiert die erste Schreibaufgabe und findet neue Formen und erinnert alte Rituale.

 

In Frankreich gibt es die Bises (Luft- bzw. Wangenküsschen), in Deutschland wird die rechte Hand geschüttelt oder man umarmt sich. All das geht gerade nicht. Unter Corona-Abstandsregeln muss man sich in Verzicht üben und erfährt erst dadurch die BEDEUTUNG DER BEGRÜßUNG. Dabei fallen einem auch schnell die alten Zeiten ein: als man auch mal einen Knicks und einen Diener machte. Müssen wir diese alten Formen erneuern oder nur erinnern? Auf jeden Fall gibt es neue Begrüßungsrieten und dabei GRÜßT JEDER ANDERS! Nichtnur jedes Land hat seine eigenen Riten, sondern auch einzelne Personen. Und wenn uns diese einzelnen Personen dann auch noch in besonderen Momenten mit BESONDERE BEGRÜßUNGEN überraschen, dann bleibt das besonders in Erinnerung!

 

  • Die zweite Schreibaufgabe widmet sich dem Thema Spiel(en), das wir Menschen irgendwie doch ein Leben lang tun und so viel Freude daran haben.
 
Wir erinnern heute noch sehr genau, womit wir gespielt haben - Spielzeuge aus Holz, Puppen und Teddis oder Legosteine - all das wurde und wird wieder lebendig, wenn wir an unser Spielen denken. Aber wenn die wenigen Spielzeuge dann zurück bleiben, weil man die Wohnung wechselt und nach Westberlin nichts mitnehmen kann, dann wird das VERLASSENE SPIELZEUG noch wichtiger, bunter und wehmütiger vermisst. Manchmal findet sich Ersatz in der Natur. Es wird am Ritzerbach gespielt, wo nur die Freundin hinkommen darf zum GEHEIMEN LAGERPLATZ.

Schreiben daheim

Der erste digitale Schreibkurs "Schreiben von zuhause" - weiter unten auf dieser Seite - hat einen Nachfolger gefunden: Schreiben daheim!

Er ist am 22. Juni 2020 gestartet und läuft bis zum 24. August 2020.

Laura Marahrens wird insgesamt acht Schreibaufgaben - wöchentlich eine - per Mail an die Teilnehmenden versenden.

Leider kann diese Schreibwerkstatt nicht wieder kostenfrei angeboten werden. Wir erbitten uns daher einen Solidaritätspreis von 40,- € für die Teilnahme.

Ein späterer Einstieg ist möglich. Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich gerne bei Laura Marahrens melden.

 

Texte

  • Das Thema der ersten Schreibaufgabe: "Fahrrad" beschäftigt die Menschen auf vielfältige Weise und lebenslang. Grund genug, darüber zu schreiben!

 

Gibt es das eine Fahrrad? Oder sind es die Fahrräder, die ein Leben begleiten. Es sind nicht wenige. Bei Europäern lassen sich FAHRRADSPUREN verfolgen. Sie bleiben wie nasse Profilabdrücke lange sichtbar und werden trotzdem selten gesehen, denn es ist so normal für uns - dieses Fahrrad. Nicht so in anderen Ländern. Nicht so für Mädchen und Frauen. FAHRRADGLEICHBERECHTIGUNG ist eine Forderung nach Selbstbestimmung und Freiheit und die gilt auch bei uns zur erkämpfen - noch immer und trotz Fahrrad! Aber auch das ist vielschichtig - das Fahrrad. Vielleicht ist es ALLES, WAS AN FAHRRAD ERINNERT und wenn es der Fahrradschlauch um den Bauch ist, der beim Schwimmenlernen hilft. Oder eine KOLLISION - wenn auch unschön, der Schmerzen wegen - aber vielleicht lernt man dadurch auch hilfsbereite und nette Menschen kennen?! Die früheste Erinnerung ZUM THEMA FAHRRAD beinhaltet in den meisten Fällen das Fahrenlernen. Es kann schwer sein. Es kann peinlich sein. Es kann sogar unmöglich sein und es kann einem das Fahrrad verleiden. Wäre nur nicht der Wind in den Haaren! Das scheint ein Wesensmerkmal dieses Fortbewegungsmittels zu sein: Wind und Freiheit durch Mobilität - auf dem eigenen, ungeteilten Fahrrad, bestimmt niemand das Tempo. FRÜHER UND HEUTE, das Fahrrad ist dabei, schon beim "hamstern" und noch heute, wenn auch deutlich langsamer. Aber dafür sieht man mehr!! UND DANN ERST MIT E-BIKE, das bringt ganz neue Herausvorderungen mit sich, z.B. das Aufpumpen des Fahrradschlauches mit den besonderen Ventilen. Gut, wenn Youtube Rat geben kann. Ja, ja, das Fahrrad ist ein Freund. Es heißt wie es heißt: "Bismarck" oder "Victoria" oder "Pegasus"! Von diesen ganz besonderen Rädern erzählen ZWEI KLEINE, FEINE FAHRRADTEXTE.

 

  • Das Thema der zweiten Schreibaufgabe: "Süßigkeiten" und Zucker gehört zum Leben dazu. Aber jede Generation hatte ihre eigenen Süßigkeiten - davon erzählen wir!
 
Als Kind schmeckt man anders süß. Süßer? Intensiver? Hier wird eine ganze FAMILIENGESCHICHTE DER SÜßIGKEITEN erzählt, die über die Jahrzehnte und Generationen berichtet und über das, was es an Süßzeug gab und wer was mochte. Auf jeden Fall ist Süßes verlockend, manchmal verboten, meistens in DER NASCHSCHUBLADE versteckt und manchmal gar nicht da. Dann wurde die BONBONFABRIK ins Leben gerufen aus Milch und Zucker. Wer erinnert sich noch PEZ oder Nappos? Und welcher Kiosk hat die besten "bunten Tüten"? Daraus kann man eine süße WISSENSCHAFT machen. Habt ihr auch so gerne SCHOKOBROTE gegessen? Nein, keine Nutella - sondern Schokosträusel als Brotbelag, nachdem mit den Gummibärchen Kinderheim gespielt wurde. Aber SÜßIGKEITEN SIND NICHT NUR SÜß, sie können auch benutzt werden: ausgeteilt an ganz liebe Kinder oder entzogen ... So oder so, der Körper vergisst nicht! Nicht mal über Generationen hinweg. DAMPFNUDELSEELIGKEIT sollte erhalten bleiben, so wie die alten Rezepte, die keiner mehr lesen kann. 
 
  • Trotz des ungewöhnlichen Themas der dritten Schreibaufgabe: "Tapete", hat jeder etwas zu dieser Wandverkleidung zu sagen!

 

Tapeten begleiten uns von Klein auf mit lustigen Mustern oder Blümchen. Manch ein Kinderzimmer ist ein TAPETENMÄDCHENTRAUM in grün mit rosafarbenen Blumensträußen. Das änder sich oft beim Jugendzimmer, wo alles anders muss - anders als die Eltern: schriller, dunkler, gegensätzlich! Trotzdem kann man die Wände nicht allein neu verkleiden, dazu braucht's eine TAPEZIERAKTION - aber bitte nicht in guten, neuen Wildlederschuhen! Sonst hat man richtig lange was, von den Tapeten zu erzählen. Oder die Tapeten erzählen von uns - geben ZEUGNIS FREMDER LEBEN - für das Mädchen nach dem Krieg, das in ein halbes Schlafzimmer blickt und sich errinnert - auch an den Geruch und die Schimmelmuster unter alter Tapete. Ein Wermutstropfen an der krank machenden Feuchtigkeit sind die Muster, die das Kind der Wirklichkeit entreissen. Das kann Tapete auch. Denn das Foto auf dem Papier kann auch eine HEILSAME HÜLLE sein, die einen aus Schmerzen und Ängsten entführt in ein asiatisches Wunderland. Sie kann ein KINDERZIMMER verschönern und kleine Schwestern über Wege zwischen kleinen Häuschen miteinander verbinden - Über die Zeiten hinweg und über Ländergrenzen. Ob diese andere Familie in Frankreich auch so eine besondere SCHLOSSTAPETE hatte? Schön fanden Sie sie es auf jeden Fall, sonst hätten sie kein FOTO gemacht. Aber das braucht's gar nicht - das Foto, die Erinnerung zählt! Erinnerung an WELTEN mit alter und neuer Tapete in Räume, die vorallem durch ihre Wandgestaltung so gemütlich, wohlig aber auch geheimnisvoll, verboten wirkten.  

 

  • Die vierte Schreibaufgabe erinnert an "Vergessene Geräusche" und führt uns vor Augen, was verloren ist - oder vielleicht nicht? 
 
Auch wenn man manche Geräusche nicht mehr hören kann, weil sie von Gegenständen erzeugt wurden, die nicht mehr benutzt werden, vergessen sind sie nicht. Sie sind noch da. In Erinnerung, als GRILLEN in unseren Köpfen, hüpfen sie in der Wiese, die kein Rasen ist. Wir hören noch das Kratzen und Quietschen der Kaffemühle, während der Kutscher vor der Tür Eisblöcke für den Kühlschrank verkauft. Die Erinnerung der ALTEN HAUSHALTSGERÄTE, ist wertvoll, denn ohne Strom bräuchten wir sie wieder. Nur ihren Klang haben wir verloren, übersehen und keine Bedeutung beigemessen. Dabei sind sie da, all die kleinen ALLTAGSGERÄUSCHE - GANZ GROß, wenn wir zuhören, bewußt und wertungsfrei! 
 
 
  • "Die Bahn" mit all ihren Verspätungen, interessanten Begegnungen, besonderen Ausprägungen im Ausland ist das Thema der fünften Schreibaufgabe. 

 

Eine junge Frau fährt MIT DEM ZUG NACH ATHEN und trifft Unbekannte, lernt Zugfahrten im Ausland kennen und die Ungewissheit der Anschlusszüge. Es gibt massenhaft Züge, TEE-, SCHLAF- UND FILMZÜGE - man denke nur an die Abschlussszene in Anna Karenina, da entgleisen einem doch die Gesichtszüge, oder? Bahnfahren kann lang, monoton, einschläfernd sein. Manche Menschen gucken Bahn-TV, um in den Schlaf zu finden. Das Rattern der Züge ist wie der FAHRPLAN eine Aneinanderreihung von Worten, Orten und Anweisungen. Das kann schon zu verhasstem Bahnfahren werden, nicht so wie früher, wo es noch den TÜRENZUKNALLER gab. Und heute? Heute fahren wieder viele junge Familien mit der BAHN STATT AUTO. Weil es ruhiger ist, entspannter und Klimafreundlich! Das zieht sich aber durch alle Generationen - zum Glück!

 

  • Das sechste Thema "Tanz" begegnet jedem Menschen einmal oder immer wieder im Leben. 
 
In Rosso, am Fluss Senegal, begrüßen sich zwei Schwestern; sie umarmen sich nicht, sie tanzen freudig nebeneinander. Ganz anders die Tanzschule - es ist KEIN LEICHTER TANZ: manche Schritte im Leben sind steif und von der Familie verpönt. Es ist gefährlich und könnte Begierden wecken. "Tanz und Erotik" ist dann das Thema. Dabei ist Tanz vor allem Bewegung und Körperlichkeit: Sich spüren. Viel schöner wäre die elterliche Aufforderung:"TANZ DEINEN TANZ"! Der Zugang dazu ist selten die Tanzschule - sie ist mit der Konfirmation der Initiationsritus in die Welt der Erwachsenen. Und manchmal hat sich ein Paar so gut ZUSAMMEN GETANZT, dass es die nächsten 50 Jahre so weiter geht. Diese Tanzschulen sollen der Jugend "Benimm" beibringen. Und vor allem die Mädchen stehen passiv und müssen darauf warten, erwählt zu werden, dabei würden sie am liebsten mit der Freundin tanzen. Aber das weiß ja keiner - dann halt ALIBI-TANZSTUNDE und heimlich anders leben, anders lieben ... Tja, erst die Pflicht, dann DISCO UND TANGO und der kleine Sohn fragt morgens "Mama bist du wach?", aber man hat halt Musik im Blut. Und Bewegung. Und Lust auf Tanzen: POLKA UND BAUCHTANZ. Das geht auch im Wohnzimmer. Und auch im verstaubten Göttingen zog irgendwann der Jazz in die Burgstraße und es durfte endlich AUF DER NASE HERUM GETANZT WERDEN
 
 
  • Bei einer guten Tasse "Tee" lässt sich die siebte Schreibaufgabe gut mit Erinnerungen füllen.
 
Es gibt so viele verschiedene Teesorten und Arten den Tee zuzubereiten. Manchmal ist es gar nicht der Tee an sich, sondern das TEEGESCHÄFT und die Kirsche im Tee oder der lose Tee in der verbeulten, blechernen Teekanne. Und genau darum geht es: TEE IST NICHT GLEICH TEE. Aber wenn es Tee ist, also der Lieblingstee, richtig aufgebrüht und mit Bedacht getrunken, vielleicht sogar in einer asiatischen TEEZEREMONIE zubereitet, oder der Genuss von SCHWARZTEE, der in Ostfrieslang mit Kluntje und Milch und extra Löffel zelebriert wird, dann kann er ein großes Glück bedeuten. Und wenn man dann sogar beim Zelten, dem Enkel mit einem WILDNIS-TEE ein Gefühl für Freiheit und Weite und Tee-Genuss vermitteln kann, was will man mehr? Vielleicht EINEN ZWEITEN AUFGUSS? Von dieser Erinnerung auf jeden Fall und von dem eigenen Grüntee in der eigenen Kanne vom Ehemann liebevoll zubereitet, ja auch da ist der zweite Aufguss noch immer ein Genuss. Ja, ALLER LÄNDER TEE ist wie eine universelle Sprache, die uns zur Ruhe bringt, die Kommunikation befördert, vereint und einfach so unaufdringlich immer bereit steht! 

 

Schreiben von zuhause

 

Im Zuge der Corona-Prävention müssen neue, kreative Wege gefunden werden, um in Kontakt mit anderen Menschen zu bleiben und auch zuhause etwas zu tun zu haben. Da die Schreibkurse von Laura Marahrens aktuell nicht mehr in unseren Vereinsräumen stattfinden können, haben wir ein spontanes Projekt ins Leben gerufen: Schreiben von zuhause!


Dieses Angebot ist aktuell kostenlos und läuft vorerst in dieser Form bis zum 13. Mai 2020. 


Natürlich freuen wir uns auch über Spenden


Eine erste Email wurde am 17. März 2020 verschickt - der Projektstart, wenn man so will. Die Resonanz auf dieses Angebot war sehr groß und wir, die Freie Altenarbeit Göttingen e.V., sind erfreut und dankbar über so viele schöne Kontakte!


Schreiben von zuhause - wie geht das? 
Laura Marahrens verschickt in regelmäßigen Abständen Übungen aus dem kreativen und biografischen Schreiben per Mail. Geschrieben wird in den eigenen vier Wänden und wann immer dazu Zeit und Muße besteht. Diese Art des Schreibens ist keine Anleitung zum Schönschreiben oder "Wie schreibe ich meine Biografie". Es gibt kein richtig oder falsch. Es kann helfen, alte Erinnerungen zu entdecken und Zusammenhänge zu verstehen - muss aber nicht. Vorallem soll es Freude bereiten in dieser aktuellen Situation!                                                                                                                                  

Wer mitmachen möchte, kann eine Mail an Laura Marahrens schicken.


Um einen gewissen Austausch zu ermöglichen, können die Ergebniss aus den Schreibaufgaben an die Email-Adresse von Laura Marahrens: l.marahrens@f-a-g.de gesendet werden. Sie werden nicht korrigiert oder kommentiert. Sie erscheinen unter Angabe des Vornamens oder der Initialen als PDF auf dieser Webseite. Sie werden unter der Überschrift oder einem Textstichwort der jeweiligen Schreibaufgabe zugeordnet. Das Urheberrecht liegt bei den Autoren der Texte. Diese dürfen nur zum privaten Gebrauch (lesen) heruntergeladen werden.

 

Texte

 

  • Zu dem Thema der ersten Schreibaufgabe "Lieblingsnahrungsmittel" sind viele schöne Geschichten entstanden, die uns Leser an genussvollen Momenten teilhaben lassen.

 

Während eines Spazierganges über einen Markt, wird zum ersten Mal EIN WEIßER PFIRSICH entdeckt. Die Erinnerung bleibt ein Leben lang, wie der Geschmack von PFEFFERMINZ, und an den Prinz, der damit verbunden sein könnte. Während wir noch darüber sinnieren, erkunden kleine Mädchenaugen die Auslagen IN DER BÄCKEREI. Solch edle Kuchen schmecken am Besten mit SCHLAGSAHNE, deren wohlverdienter Platz in der zivilisierten Welt mit schlagenden Argumenten erklärt wird. Oder KIRSCHEN. Wenn sie rot läuchtend am Baum hängen und fleißige Pflücker in die schattigen Äste locken. KIRSCHEN, die einen Autofahrt in die Bretagne versüßten. Das dunkler Rot lässt uns an Wein denken. Was ist das für ein Genuss: EIN GLAS ROTWEIN und dazu Spagetti. Manchmal kommt das Glück so einfach daher. Mit SPINAT UND SPIEGELEI vielleicht und der Geschichte, wie es zu einem Geburtstagsessen wurde. Oder KARTOFFELBREI, aber den echten, den selbstgestampften, der wirklich genauso einfach herzustellen ist, wie Tütenbrei, aber wirklich viel viel leckerer scmeckt!! Ja, was man nicht alles herliches aus KARTOFFELN zubereiten kann und dann erst in Kombination mit GRÜNKOHL - und dann noch mit Kassler - gewonnen beim Preisskat, wer kennt das denn heute noch?

 

  • Das Thema der zweiten Schreibaufgabe "positive Orte" führt uns über die Methode des Automatischen Schreibens an manchen Lieblingsort - lasst uns ein bisschen zusammen dort verweilen!

 

Wir beginnen die Reise des Schreib- und Leseprozesses AM ESSTISCH, wandert von dort aus in Gedanken in die Klosterkirche Bursfelde und finden auf dem Meditationskissen neue Energie. Die KRAFT AUS DER RUHE kann überall gewonnen werden. Es ist ein Gedankenspaziergang, er führt uns zu uns selbst oder in einen ROSENGARDEN auf einem fantastischen Planeten. Auf jeden Fall geht es ANS MEER. Dazu gibt es keine Worte. Das Meer steht für sich. Wir denken daran auf dem schilfgrünen Sofa und zwischen BLÜHENDEM MOHN. Bezaubernd ist das Pink der Pflanze. Wie wohl MEIN HIMMELBLAUER SCHAUKELSTUHL dazu harmonieren würde? Er hat eine 44jährige Geschichte hinter sich. Man kann darin entspannen und sich treiben lassen. Aber so schön wie IM BETT ist es wohl nirgendwo?! Das ist ein Ort, dem sollte mal in einem BRIEF gehuldigt werden. Viel aktiver hingegen wird DIE PFANDLERALM besucht, auf dieser Reise zu den positiven Orten, ist sie erwandert worden und wie der Sehnsuchtsort NIDDEN auf der Kurischen Nehrung immer in Erinnerung geblieben. Richtig gemütlich wird es in KNAPHILL, einem englischen Städtchen in Surrey. Dort besuchen wir ein Wohnzimmer mit Fensternische und vielen liebevoll erinnerten Kleinigkeiten.

 

  •  Die dritte Schreibaufgabe befasst sich mit dem großen Thema "Kleidung", anhand derer eine ganze Biografie geschrieben werden kann oder auch kleine, feine Texte!
 
Aus Fragen zum Thema Kleidung sind Texte geworden. Auch solche, die sich zuerst schwer taten, dann aber auf die Basis zurückgriffen und sich nun vor uns Lesern ausbreiten wie MÄRCHENHAFTE STOFFE, die Kleidung werden wollen, oder auch nicht. Denn manche Kleidungsstile liegen weit zurück, wie die verschiedenen KLEIDUNGSSTÜCKE, die ein Leben begleiten. Manche Textilien sind fast vergessen und man möchte nicht gerne zurück in diese "Pelle" und vielleicht auch nicht in das alte Image?! Vielleicht aber doch. Was macht Kleidung aus uns? Kleider machen Leute - Leute machen Kleider, heißt es in diesem GEDICHT. Und wie geht es weiter? Vielleicht ist der Blick in den Kleiderschrank wie eine Reise. Da stellt sich schnell die Frage, wenn jemand sich zu kleiden weiß, woher denn dieses Outfit sei und für wen der ganze "Putz"? Schön, wenn man dann antworten kann: MEINE KLEIDUNG SOLL MIR GEFALLEN! Und wenn man Mut beweist DEN GÜRTEL, der so ausgefallen ist, so wie man sonst gar nicht auftritt, trotzdem kauft, weil er so verdammt schön ist!! Dann machen Kleider Leute, aber zum Glück noch keine Menschen. Helga weiß davon zu erzählen und lässt uns teilhaben an einer kleinen KLEIDUNGSBIOGRAFIE garniert mit Sprichwörtern. Ebenfalls eine Art Biografie, aber anhand einzelner Stücke, die im Kleiderschrank auf ihren großen Auftritt warten, entsteht, wenn man ENDLICH AUFGERÄUMT hat! Was findet man da? Welche Kleidung kennzeichnet EINE RUSSISCHE DOLMETSCHERIN? Und wo liegt der Unterschied zwischen den "Perlons" und den Pferdemädchen? Jedes Alter hat seinen Kleidungsstil und manchmal hilft es auch, einen Wunsch ausgesprochen zu haben.    
 
 
  • Zu einem besonderen Osterfest in einer besonderen Zeit kann viel geschrieben werden. Die vierte Schreibaufgabe stellt fest: "Im Frühling ist Ostern" und lädt ein, darüber zu dichten und sich zu erinnern, wie es war, dieses Ostern, all die Jahre zuvor und wie es jetzt aktiv schön gestaltet werden kann.
 
Begonnen mit der Bedeutung von Ostern: dem Erwachen des Lichtes und der Auferstehung vom Tod, stimmt uns ein kleines, aber feines GEDICHT auf die folgende Lesereise ein. Es ist Ostern und es ist Frühling - da werden bestimmte Rituale zelebriert. MAGISCHE OSTERN stellen sich durch die Erinnerung an ein Osterfeuer in der Frühe dar, wo die Osterkerze entzündet und in den frostigen Morgen getragen wird. Oder auch beim Eiersuchen mit den Kindern, die bei so vielen hoppelnden Hasen doch noch an den Zauber glauben. Rituale gibt es zu Ostern und zum Frühlingsbeginn: So auch das große Reinemachen im Gartenteich und der Frühlingspaziergang durch den Wald. Auf der Suche nach Bärlauch wurde auch anderes IM FRÜHLING GEFUNDEN.   
 
 
  • Dem großen und sehr vielschichtigen Thema "Haare" widmet sich die fünfte Schreibaufgabe. Ob ein neues Musical entsteht, oder gar ein Haarknoten entwirrt wird?
 
Es sind HAARIGE ZEITEN, auf die wir zusteuern, wenn der Frisörsalon weiter geschlossen bleiben muss. Da hilft nur ABWARTEN UND WACHSEN LASSEN! Denn manche haben eine viele Jahre währende, vertrauensvolle Beziehung zu der einen Frisörin. Aber es wird auch wieder anders! So gibt es in manchen Familien das AHNINNEN-HAARGEN, das Haare zart und seidig erscheinen lässt und FrisörInnen zu einem "Pixie-Cut" motiviert - ohne großes Gezauber. Ein Haarschnitt, der mit Locken nichts zu tun hat. Aber Locken waren mal sehr gefragt - Dauerwellen waren in Mode. Davon erzählt auch die SILBERHAARFRAU, die heute sehr an ihren glatten Haaren hängt. Und die, die LOCKEN haben, träumen von glattem Haar und Zöpfen, müssen sich Dinge sagen lassen, wie "Krauses Haar, krauser Sinn, steckt ein kleiner Teufel drin", um dann doch irgendwann die Vorteile der pflegeleichten Locken rühmen zu können. Selbst ergraut oder als TrägerIn von STOLZEM WEIß, es ist viel Wert, zu sich, den eigen Haaren und dem entsprechenden Alter stehen zu können! Schön wenn man sie hat, die Haare. Nur bitte nicht überall am Körper! HAARIG, HAARIG! Die Achselhaare sprießen! Wobei man da deutlich unterscheiden muss zwischen Frauen- und Männerhaaren! Auch so ein Thema für Traktate! Vermutlich sind es auch die Frauen, die öfter sich selbst und den Sitz der Haarpracht IM SPIEGEL begutachten. Interessant, wenn da etwas fehlt. Was mag es wohl sein? Und wo habe ich sie her, die Haare in Farbe und Form? Von der Mutter? Vom Vater? Die MENDELSCHEN GESETZE geben Auskunft!       
 
 
  • "Psst ... soll ich dir was verraten? Ich hab da was. Komm, wir gehen mal nach da drüben. Vorsicht, dass uns keiner sieht. Ich hab die sechste Aufgabe hier. Wo? Na hier auf meiner Webseite. Was, glaubst du nicht? Willst du eine Kostprobe von meinen ganz besonderen "Geheimrezepten"? Na gut, dann will ich mal nicht so sein. Sag's aber allen weiter! 
 
Was hier genau ausgeplaudert werden soll, ist anders als ein Geheimnis. Es hat eine andere Rezeptur, es ist halt kein Geheimnis, denn das ist oft mit Schweigegeboten belegt. Das WESEN DES GEHEIMNISSES enthüllt seine Zutaten nur unter bestimmten Bedingungen, aber hier sollte es ja eigentlich auch um ein Geheimrezept gehen, nicht um eine Rezeptur für ein Geheimnis... 
Und wem diese Anmoderation zu nebulös erscheint, der sollte nicht verpassen, das lyrische GEWITTERGEGENMITTEL laut zu lesen. Da kracht es und schmerzt es und Fußball spielt auch eine Rolle. Manche Frau glaubt gar nicht, wie wichtig das sein kann. Fußball -  das struckturiert für viele Menschen das Jahr und ich beantrage, der abwesenden, weil Fußball kompensierenden Männer wegen, die Aufnahme dieses Geheimrezeptes in die Auflistung von ALLEM, WAS GUT TUT. Aber was ist denn das? Was hilft denn wirklich? Was kann ich tun, wenn ich nicht schlafen, nicht mit Denken aufhören, nicht die Ängste abschütteln kann? Die WICHTIGSTE ZUTAT dieser Gegenmittel lautet: "Steh auf und geh..." Das ist sehr weise und lebensnotwendig: immer einmal mehr aufzustehen, als dass man hingefallen ist. Und wem das zu banal ist, der kann auch die Ellenbogen in Zietronensaft baden, die Haare mit Tapetenkleister ... ach, lest doch bitte die VIER GEHEIMREZEPTE!
 
 
  • Laufend neue Aufgaben: schreibend laufen und das Erlaufene aufschreiben ist Thema der siebten Schreibaufgabe: "Spaziergang"
 
Der eine Weg, den man so oft gegangen ist, den man bis in jede Baumspitze kennt, der geheimnisvoll, warnend erfahren, manchmal verhasst und lange schon verlassen wurde, ist hier DER ROTE BERG. Das war nicht nur ein Spaziergang, es war Lustwandeln, Flanieren, Schreiten - kurz DES SPAZIERGANGS FAMILIE begleitet uns im Gehen und hat dem vom schnöden Mammon trist verformten Alltag mit dem Spaziergang einen freundlich zwinkernden Gegenspieler lässig lächelnd zur Seite gestellt. Und manchmal sind es nicht die Wanderungen zu bedeutenden Plätzen. Im SPAZIEREN durch die Stadt und die nahe Umgebung ohne Hast und Ziel, begleitet von selbstgestellten Aufgaben, gibt es VIEL ZU ENTDECKEN. Denn die Veränderung passiert beim Gehen. Das ist DER ALLTÄGLICHE WEG ZUM GLÜCK oder auch der Weg, der über den Berg führt. Es braucht nicht viel sich aufzuraffen und LOS GEHT'S! Manchmal helfen aber auch die Hunde, die raus wollen bei Wind und Wetter und jetzt im Mai zu den jungen Rindern. Oder der Sohn etabliert einen regelmäßigen Sonntagsspaziergang mit seiner Mutter. Dabei kann man vortrefflich erzählen von SPAZIERGÄNGEN MIT OPA, der immer auch singen musste vor den peinlich berührten Enkeln. Tja ja, die eine erinnert die Spaziergänge mit dem Opa, die andere den einen FAMILIENSPAZIERGANG 1950, wo eine Belohnung als Bestechungsversuch versprochen wurde. Wie weit die kleinen Kinderbeine wohl damals bereit waren für einen Riegel Schokolade zu gehen?      
 
 
  • Auch ein Schreibkurs kann nicht ewig währen und so folgt hier die letzte Schreibaufgabe. Die behandelt dafür aber "Lebenslange Möbel", solche, die uns, wie die Erinnerung, ein Leben lang begleiten. 
 
Was soll das denn sein? Lebenslange Möbel? Wie alt bin ich, solche Gegenstände zu besitzen? Oder hatte sie jemand zuvor? Bin ich nur der Erbe der Familienmöbel? Und WER ERBT DIE ERBSTÜCKE, die Regalwand und den Flügel? Noch stehen sie am alten neuen Platz. Noch lassen sie uns Erinnerungen erzählen an all die Aktivitäten, die DER KÜCHENTISCH erlebt hat und wir an ihm und dabei ist er nicht mal schön. Nein, er ist kein Parade-Möbel - nicht zu vergleichen mit DEM STEHPULT von 1880. Oder DEM ESSZIMMER, dass nach dem Krieg an einem, seitlich noch bestehenden, Hausgerippe hing. Das ist doch ein Zeichen, wenn ein einzelnes komplettes Esszimmer überlebt und mit ihm so viele alte Designschätze. Die stecken auch manchmal in einem dunklen, niedrigen und wuchtig fremden Schrank, der zu keinem Möbelstück in seiner Umgebung richtig passen will, aber jeden Umzug mitmacht, weil er DER WÄCHTER EINES SCHATZES ist! So bedeutend muss das Möbelstück aber auch gar nicht sein. Wir sind ja nicht auf einer Auktion und bieten unsere Lebens-Möbel feil - es ist der ideelle Wert, der zählt! 
 

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Seite aktualisiert am 12.08.2016