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 Nachlese vom 05. April 2017

Nachlese Erzählcafé vom 05. April 2017

„Freie Altenarbeit in Göttingen“ - Aufbruch, Neues wagen und Idealismus

Mit: Dr. Hartmut Wolter und Regina Meyer

Moderation: Marisa Mindt und Thuy Dinh

Die Freie Altenarbeit Göttingen e.V. war bei diesem Erzählcafé ausnahmsweise nicht nur Veranstalterin und Organisatorin, sondern auch Thema des Nachmittags. Dies bedeutete aber keinesfalls Langeweile! Nein im Gegenteil: mit über 30 Besuchern war das Erzählcafé von Interessenten gut besucht. Durch uns Praktikanten als Moderatorinnen konnten Hartmut Wolter und Regina Meyer am eigenen Leibe nun erleben, wie es ist, auf der anderen Seiten des Tisches zu sitzen und von Moderatoren im Redefluss gestoppt zu werden.EC am 15.4.2015

Wie sind die beiden Erzähler mit der Freien Altenarbeit Göttingen e.V. in Berührung gekommen? Wie haben der damalige Pflegenotstand 1986 und die fehlenden Angebote einer „offenen“ Altenarbeit zu der Gründung des Vereins geführt? Verflochten mit ihrer eigenen Geschichte erzählten Hartmut Wolter und Regina Meyer die Entwicklung des Vereines und gehen auf Höhepunkte sowie erfolgreiche Projekte des Vereins ein.

Auf die Frage: „Wie kann eine Würdigung des Engagements aller aussehen?“ war die Antwort ein Gemurmel aus dem Publikum. Viele Besucher nickten, man sah Stirne runzeln und hörte Getuschel. Nun ja, wie kann denn eine angemessene Würdigung aller bei einem Verein, der sich aus leidenschaftlich und ehrgeizig engagierten Menschen entwickelt hat und sich durch zahlreiche Engagements hält, schon aussehen?

Der Vorschlag eines FAG- Portraits hat das Gemurmel eingedämpft. Als Hartmut Wolter die alltägliche Praxis in der FAG nach den Werten und Zielen der Grundidee des Vereins zu arbeiten, als umfassende Form der Würdigung ansprach, brach eine Zustimmungswelle aus. „Das, was wir hier machen, dieser Generationendialog, der gerade durch die Praktikantinnen und uns hier entsteht, ist das nicht auch Würdigung derjenigen, die sich für die Freie Altenarbeit in den vergangenen 30 Jahren eingesetzt haben?“ Taten sagen mehr als Worte.

Als Abrundung des etwas anderen Erzählcafés haben wir Praktikantinnen ein persönliches Statement abgegeben: „Bei der Vorbereitung auf das Erzählcafé hat uns die Gründungsphase des Vereins besonders beeindruckt. Die Tatsache, dass ein nun offensichtlich erfolgreicher Verein sich aus einem Sonntagsstübchen entwickelt hat, war für uns überraschend. Unsere Generation denkt oft, dass ältere Menschen sich nur beschweren, wenn ihnen etwas nicht passt. Aber nein! In diesem Fall haben die Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hand genommen und etwas für die Verbesserung ihrer Lebensqualität getan. Sie haben sich nicht einfach mit ihrer Situation abgefunden und sich aufhalten lassen, sondern sie wollten etwas verändern. Dieses haben sie mit dem Verein in unseren Augen auf jeden Fall geschafft.“

- Thuy Dinh -

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Seite aktualisiert am 12.08.2016