Illustration oben
 
Erzählcafé vom 12.02.2014 

Nachlese Erzählcafé Spezial vom 12. Februar 2014

„Ein bewegtes Leben – ein junger Arzt in Zeiten des Krieges“ 

Mit den Erzählern Dr. Bruno Kottwitz (Jg. 1916) und Dr. Horst Haferkamp (Jg. 1941)

Moderation: Verena Schickle


Zwei beeindruckende und eloquente Gäste durfte das Erzählcafé Spezial im Februar zum Thema  „Ein bewegtes Leben – ein junger Arzt in Zeiten des Krieges“ begrüßen: Dr. Bruno Kottwitz, der u.a. als Militärarzt während des Zweiten Weltkriegs tätig war, sowie seinen guten und langjährigen Freund Dr. Horst Haferkamp, der ebenfalls Arzt und Medizinhistoriker ist.

EC am 12.02.2014: Ein bewegtes Leben

Dr. Bruno Kottwitz wurde 1916 geboren und studierte, nachdem er seine Schulausbildung am Paulinum in Münster abgeschlossen hatte, an der Militärärztlichen Akademie in Berlin. Hierbei lernte er zahlreiche, damals bekannte und hoch angesehene Ärzte kennen, von denen sich später einige für schlimmste Verbrechen bei den Nürnberger Prozessen verantworten mussten. Dass sie ihm in seiner Ausbildung jedoch als anerkannte, autarke, ja sogar sympathische Menschen begegneten, macht die Ambivalenz von Geschichte deutlich und stellt nachfolgende Generationen auch heute noch vor große Fragen. 

EC am 12.02.2014: Ein bewegtes LebenEC am 12.02.2014: Ein bewegtes Leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jahre des Krieges verbrachte Bruno Kottwitz als junger (Truppen-)Arzt in Russland. Aus dieser Zeit wusste er zahlreiche Anekdoten zu berichten, die zum großen Interesse des Publikums Aspekte thematisieren, die sonst kaum Beachtung finden: So berichtete er beispielsweise von Geburten in den Kriegswirren oder von der Versorgung von Verletzten an der Ostfront.

Genau wie die Zeit seiner Ausbildung war also auch diese Zeit geprägt von Ambivalenzen zwischen Grausamkeit und Menschlichkeit, die Dr. Horst Haferkamp mit viel Fachwissen einordnen und den Zuhörern und Zuhörerinnen nachvollziehbar – auch anhand von Fotos und Bildern – illustrieren konnte.

EC am 12.02.2014: Ein bewegtes Leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch während der sehr kurzen Zeit, die Bruno Kottwitz nicht an der Front tätig war, erlebte er Interessantes – er lernte unter anderem Heinz Rühmann kennen, machte Film-Probeaufnahmen mit Maria Wimmer bei der UFA, konnte Carinhall, das Anwesen von Hermann Göring in der Schorfheide, besichtigen ...

Die zahlreichen, interessierten BesucherInnen tauschten sich sowohl während als auch nach der Veranstaltung sehr angeregt mit den Erzählern und auch mit anderen Anwesenden aus. Allen Beteiligten hierfür ein herzliches Dankeschön.

Copyright © 2008-2015
Freie Altenarbeit Göttingen e.V. / Kontakt:
info@f-a-g.de
Seite aktualisiert am 12.08.2016