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Vereinsgeschichte   

Daten und Fakten 

Der Verein Freie Altenarbeit Göttingen e.V. blickt seit seiner Gründung auf eine wechselvolle Geschichte zurück:

Die Aufbruchphase (1986-1992) ...

... war gekennzeichnet von der Dynamik sozialer Bewegungen und der politischen Suche nach neuen Wegen im Bereich "Pflege" und "Wohnen". In einem diskussionsfreudigen Vereinsmilieu wurde über Alternativen nachgedacht, Ideen geschmiedet und Mitstreiter gewonnen.

Gründung und Etablierung der Alten-WG (1993-2000):

Durch das Zusammenspiel vieler günstiger Umstände findet eine außergewöhnliche Idee den Weg in die Realität. Eine der ersten Alten-WGs in Deutschland bezieht eine alte Villa in Göttingen. Dieses Pilotprojekt ruft ein großes Medienecho hervor, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bezeichnet es als die "berühmteste Alten-WG Deutschlands" (8.4.2007) und dieses Wohnmodell erlangt bundesweite Anerkennung. Die Gründerinnengeneration dieser Alten-WG etabliert sich nach innen und außen.

‚Neues wagen’ (1995-2000):

Parallel zum Aufbau der Alten-WG betreibt der Verein die Entwicklung seiner Bildungsarbeit. Die Zeit ist reif für ein Göttinger Zeitzeugenprojekt.

Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der eigenen Biographie als lebenslanger Lernaufgabe ist für viele ältere Menschen ein Bedürfnis. Der Verein konzipiert Anregung unter der Beteiligung Älterer, auch aus der WG und mit externer Beratung, Veranstaltungsformen und Gruppensettings, in denen das biographische Erzählen im Mittelpunkt steht.

Krise im Pflegebereich (2000):

Die Veränderungen in der Pflegegesetzgebung, insbesondere der eklatante Rückgang öffentlicher Sockelförderung von Sozialstationen, zwingen die Freie Altenarbeit zur Auflösung des vereinseigenen Pflegeteams. Dennoch wird die ideelle Mitträgerschaft der Paritätischen Sozialstation durch die Freie Altenarbeit Göttingen e.V. weitergeführt – auf diese Weise werden die positiven Kooperationsbeziehungen erhalten.

Konsolidierung und Verbreitung des Zeitzeugenprojektes
(2000-2005)

Steigende Teilnehmerzahlen und überregionale Resonanz lassen das Zeitzeugenprojekt zu einem weiteren Kernprojekt werden. Unter Mitwirkung der Älteren entwickeln sich neue biographieorientierte Veranstaltungs- und Gruppenformen.

Zukunftsvisionen im Bereich Wohnen und soziale Netze
(ab 2005):

Die sukzessive Ablösung der WG-Gründerinnen durch eine neue Wohngeneration verläuft nicht reibungslos und wirft grundsätzliche konzeptionelle Fragen auf:

  • Wie kann dieser Übergang gestaltet werden?
  • Wie lassen sich die beiden Vereinsfelder „Wohnen“ und „Lernen“ noch besser zum gegenseitigen Nutzen verbinden?
  • Wie können die Potenziale der BewohnerInnen und der TeilnehmerInnen besser genutzt werden?
  • Können Projekte wie dieses unbezahlbare Lücken im sozialen Netz schließen? Schließlich:
  • Kann ein Beitrag zur Schließung der "Vergesellschaftungslücke im Alter" und "Reintegration der Alten" (Kade) geleistet werden?

Heute kann von einem Doppelcharakter der Göttinger Jugendstilvilla Am Goldgraben gesprochen werden: Alten-WG und Zeitzeugenprojekt sind die beiden zentralen Kernprojekte des Vereins, die unter einem Dach ihre Dynamik entfalten und sich meist gegenseitig bereichern.

"Wohnen und Lernen unter einem Dach" ist zum Motto dieses Projektehauses geworden, was auch das Spannungsfeld zwischen privatem und öffentlichem Raum einschließt.

Im Bildungsbereich arbeitet der Verein mit biographieorientierten Methoden, die Alten-WG ist nach Vorstellungen der Selbstorganisation gegründet worden. Die Förderung und Entfaltung von Selbstorganisationspotenzialen ist in allen Arbeitsfeldern anzutreffen.

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    Seite aktualisiert am 12.08.2016