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2. Oktober 2008

"Wohnen, wo ich hingehöre"

Auftaktveranstatung der Mobilen Wohnberatung am 2. Oktober 2008 im Landkreis Osterode am Harz 

Ein gelungener Auftakt:

Mit 120 TeilnehmerInnen und rund 20 Ausstellern auf dem "Markt der Möglichkeiten" war das Mehrgenerationenhaus in Osterode am Harz gut mit Leben gefüllt.

Das Grußwort des Landrates Bernhard Reuter betonte, dass mit dem Landkreis Osterode die „richtige Wahl" als Auftakt-Region der Mobilen Wohnberatung getroffen worden ist: denn gerade hier sei der demographische Wandel am weitesten voran geschritten.

Die Grußworte der Kooperationspartner aus dem Seniorenservicebüro und dem Mehrgenerationenhaus aus Osterode am Harz stellten die inhaltliche Verbindung und die Ergänzungsfunktion der Mobilen Beratung heraus.

Prof. Dr. Dr. Peter Alheit (Vereinsvorsitzender der Freien Altenarbeit Göttingen)erläuterte das Konzept der Mobilen Wohnberatung Südniedersachsen

  • in seinen Inhalten (alte und neue Wohnformen) und
  • in seiner Arbeitsweise (Information, Aktion, Veranstaltungs- und Seminarkonzepte und zugehende Beratung).

Der Hauptvortrag von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner stand unter dem Titel „Wohnen, wo ich hingehöre" und war damit an seine neue Buchveröffentlichung „Leben und sterben, wo ich hingehöre" angelehnt. Er entwickelte historisch und soziologisch seine Idee des Dritten Sozialraums. Mit provokanten Fragen und Thesen, aber auch immer wieder an anschaulichen Beispielen („Pflegeeltern für Pflegebedürftige") belegte er seine Überzeugung, dass die Probleme des demographischen Wandels nicht alleine mit professionellen und bezahlten Kräften zu lösen sein werden, sondern neue Formen der verbindlichen Nachbarschaftlichkeit brauchen werden - Dritter Sozialraum neben Staat und Familie.

In der Mittagspause versorgte die Ausbildungsküche die TeilnehmerInnen mit herbstlichen Suppen und Sandwiches. Die Räumlichkeiten der alten Schürzenfabrik, der jetzigen Prager Schule, waren hervorragend dafür geeignet, weil Markt und Plenum im großen Saal gut Platz fanden – so konnten die Arbeitsgruppen und der Mittagsimbiss in getrennten Räumen stattfinden (einzig die Tontechnik braüchte künftig eine Verbesserung).

Aufgrund der hohen Besucherzahl mussten die für den Nachmittag geplanten 3 Arbeitsgruppen um eine weitere Gruppe erweitert werden. Die Lösung sah dann so aus, dass die Arbeitsgruppe "B" (zum Thema Pflegebedarf) in 2 Gruppen aufgeteilt worden ist. Almut Schilling und Michael Jasper konnten jeweils kurzfristig als Inputgeber und Moderatoren einspringen.

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Die Ergebnisse in Kürze:

Arbeitsgruppe A: Wohnbedürfnis – Wohnbiographien (PDF)

  • Unterstützungsnetz suchen
  • Wohngruppe per Internet suchen, Probewohnen in Wohnprojekten
  • sich selbst helfen wollen
  • Fortsetzung der Veranstaltung in Osterode am Harz

Arbeitsgruppe B1 (PDF) und Arbeitsgruppe B2 (PDF)

Thema: Selbstbestimmt wohnen bei Hilfe- oder Pflegebedarf:

  • Frühzeitig soziale Netze bilden, Präventiv Hilfesuchende und Helfer zusammenbringen; „Amt für Nachbarschaftshilfe" in Kommune
  • In Einzelinitiativen gefangen: es fehlt an einer wirklich vernetzten, kooperationsfreudigen Sozial- und Gesellschaftsstruktur. Wie können „dritte Sozialräume" wirklich lebbar werden? (Zukunftswerkstatt)

Arbeitsgruppe C: Mobile Wohnberatung als Chance für die Fläche (PDF)

Allgemeine Angebote, Informationen, Aktionen vor Ort, Flyer mit Programm, Überleitungspflege in den häuslichen Bereich, Finanzierung z.B. durch Provision bei Vermittlung von Dienstleistern

HNA-Pressemitteilung vom 27.09.2008  - inkl. Interview mit Prof.Dr.Dr. Klaus Dörner (PDF)

HNA-online-Bericht vom 4.10.2008 - der gleiche Artikel ohne das Interview, aber wegen der besseren Lesbarkeit geeigneter für den Ausdruck (PDF)

 

In Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Südniedersachsen wurde in der Stadthalle Osterode bereits im Oktober 2007 eine Veranstaltung zum Wohnen durchgeführt.

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