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17. April 2008

"Betreutes Wohnen zu Hause – Quartiersbezogene Ansätze stellen sich vor"

Diese gut besuchte und von der Freien Altenarbeit zusammen mit der Seniorenberatung der Stadt Göttingen organisierte Tagung fand am 17. April 2008 im Ratssaal der Stadt Göttingen statt:

Schlapeit-Beck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns, Ihnen einen Vorabdruck des Artikels von Robin Kreide über diese Veranstaltung hier präsentieren zu dürfen:

"Möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen – wie geht das?

Veranstaltung der Freien Altenarbeit Göttingen e.V. macht interessante Vorschläge

von Robin Kreide

Bei einer von der Freien Altenarbeit Göttingen e.V. organisierten Veranstaltung am 17. April 2008 stellten zwei Referentinnen über 100 Zuhörenden neue Konzepte zum Wohnen im Alter vor. Anschließend wurde diskutiert, inwieweit sich diese auf Göttingen übertragen lassen. Im Mittelpunkt stand dabei das Wohnquartier Leineberg, das in einigen Bereichen bereits heute deutlich überaltert ist.

Zunächst stellte Sabine Wenng, Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung München, ein Konzept vor, das in Bayern bereits erfolgreich in mehreren Kommunen umgesetzt wird. Ein hauptamtlicher Koordinator organisiert hierbei die notwendigen Hilfen für allein in ihrer Wohnung lebende Ältere. Zudem ist er zentrale Anlaufstelle für Angehörige. Von diesem hauptamtlichen werden auch eine Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiter koordiniert, die einmal pro Woche eine von ihnen betreute Person besuchen. Für Verlässlichkeit sorgt ein sogenannter Betreuungsvertrag; finanziert wird das Modell durch eine monatliche Gebühr."

  • Sabine Wenng und Silke Inselmann

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Fortsetzung des Artikelabdrucks:

"Anschließend stellte Karin Stemmer von den Vereinigten Wohnstätten 1889 eG Kassel ein Konzept vor, mit dem die Genossenschaft seit Ende der 1990er Jahre versucht, älteren Mitgliedern das Wohnen in den eigenen vier Wänden auch im hohen Alter zu ermöglichen.* Zum einen wurden zwischenzeitlich einzelne Wohnungen bzw. Gebäude mit Blick auf Barrierefreiheit modernisiert. Zum anderen wurde eine Beratungseinrichtung geschaffen: Unter dem Dach eines eigens dafür gegründeten Nachbarschaftshilfe-Vereins arbeiten drei Sozialarbeiterinnen und mehrere Zivildienstleistende bzw. Menschen im freiwilligen sozialen Jahr. Sie kümmern sich um Sorgen und Nöte der Bewohner, stärken durch regelmäßige Nachbarschaftstreffs das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner und fördern die gegenseitige Nachbarschaftshilfe. Die Bereitschaft zu kleinen Hilfen im Alltag sei nämlich durchaus vorhanden, so Karin Stemmer.

Sie bewertete das Konzept als großen Erfolg, wies aber darauf hin, dass sich dieser nicht sofort eingestellt habe. Hier sei Geduld gefragt. Außerdem verwies sie auf den mit der Umsetzung des Konzeptes einhergehenden Umbau der Genossenschaftsverwaltung: Ehemals getrennte Abteilungen für Instandhaltung, Neubau und Mieterberatung wurden durch wohnquartiersbezogene Teams mit Fachleuten aus den einzelnen Bereichen ersetzt. Dies habe sich als richtiger Schritt erwiesen."

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Hervorhebungen im Text nicht vom Autor.

Der Artikel erscheint am 15. Juni in der Sommerausgabe von alternativen leben, dem 50plus-Magazin für Göttingen und die Region (www.alternativen-leben.de).

Frau Stemmer
*Über das Kasseler Quartierskonzept
(Karin Stemmer)
können Sie in dieser pdf-Datei
einiges nachlesen!

 

 

 

 

 

 

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