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Zeitzeugenprojekt 

Das Aktuelle Politische Forum im Göttinger Zeitzeugenprojekt

Warum wir solche Foren veranstalten

Der Dialog zwischen den betroffenen BürgerInnen einerseits und den PolitikerInnen andererseits ("civil dialogue") findet selten statt - und wenn, dann meist als Ein-Weg-Kommunikation, zum Beispiel als "Ansprache" vom Podium aus. Die Stellvertreterdemokratie in Deutschland traut ihren BürgerInnen zu selten Entscheidungsfähigkeit und konkrete lokale Verantwortung zu, wie es etwa in der Schweiz oder den Niederlanden geschieht.

Besonders schwer haben es Alte und Junge, sich Gehör zu verschaffen; ihre Bedürfnisse und Interessen werden weniger wahrgenommen als die anderer gesellschaftlicher Gruppen.

Eine neue Art der politischen Orientierung

Vor etwa fünf Jahren haben wir darum in unserem Verein eine Veranstaltungsreihe eingerichtet, in der wir aktuelle und strittige politische Themen aufgreifen und diskutieren. Dazu laden wir alte und junge Menschen, und – wenn nötig – auch PolitikerInnen und andere ExpertInnen ein. Bewusst gibt es keine Podiumsdiskussionen oder Ansprachen; vielmehr sollen alle Teilnehmende auf gleicher Augenhöhe gleichrangig miteinander sprechen.

Dieses Gespräch wird von einer gut vorbereiteten Moderatorin angeregt, ermutigt und begleitet. Sie soll sozusagen Anwältin der nicht-professionellen alten und jungen Menschen sein und ihnen helfen, ihre Betroffenheit zu verbalisieren und mit anderen auszutauschen. Göttinger Zeitzeugenprojekt Veranstaltung

Gezielt wird nach politischen Informationen gefragt, und zwar derart begrenzt, wie sie zur Orientierung und Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden genutzt werden können. Ihre politische Handlungsfähigkeit soll derart gestärkt werden, dass Sie sich ermutigt fühlen, Einfluß zu nehmen.

Die politische Begegnung von Alt und Jung

Wenn wir das Aktuelle Politische Forum generationsübergreifend organisieren, so wollen wir damit den Generationendialog nutzen, um die Spannungen und Widerstände zwischen Alt und Jung zum Thema und zur Methode eines "herrschaftsfreien Diskurses" zu machen.

Für die Praxis des Forums heisst das, die Generationenspannung selbst zum Thema zu machen; zum Beispiel mit den Fragen zur Rentensolidarität, zum Ressourcenverbrauch und der Umweltzerstörung, zur Staatsverschuldung und zur Konkurrenz um Arbeitsplätze.

Aber auch andere aktuelle Themen lassen sich aus den unterschiedlichen Erfahrungen und Interessen beleuchten: das Lebenspartnerschaftsgesetz, Einwanderung und Asyl, Deutschland in der EU, Globalisierung und vieles mehr.

Dass politische Themen nicht immer nur "bierernst" diskutiert werden müssen, zeigt das Foto!

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Seite aktualisiert am 12.08.2016